Chronik Amberg 14

1500

einzelne Elemente der Giebelfassade lassen einen Ursprung vor 1500 vermuten (klosterformatige Formsteine in Bogenresten)


1521

Giebelanker aus diesem Jahr belegt einen späten mittelalterlichen Ursprung des Hauses.


1677

Der große Stadtrand von Rostock. Durch das Feuer wurden rund ein Drittel der mittelalterlichen Bausubstanz insbesondere im Osten und Norden des historischen Stadtkern der Hansestadt Rostock vernichtet.


1885

Dieses Luftbild zeigt den Alten Markt im Jahr 1885. Die Spitze des Giebels Amberg 14 mit dem noch heute vorhandenen runden Dachbodenfenster ist neben dem Eckgebäude Alter Markt 19 erkennbar.


ab  1900

Auf diesem ältesten vorhandenen Foto ist die ursprüngliche Geschoßaufteilung mit Speicherböden noch vorhanden. 

Auch das historische Nachbargebäude Alter Markt 19 ist noch erhalten. Dieses wurde 1908 abgerissen und 1909 durch einen Neubau ersetzt. Daher kann die Datierung des Fotos (1913) nicht richtig sein.

Von 1900 bis 1922 ist Wilhelm Burmeister Eigentümer des Hauses und betreibt dort die J. Möllersche Weißbierbrauerei, wie auch über der Eingangstür des Gebäudes Amberg 14 auf dem Foto angeschlagen ist.


1906

Auf diesem Foto ist die an den Amberg 14 anschließende historische Eck-Bebauung gut erkennbar, noch mit dem 1908 abgerissenen Giebelhaus an der Ecke mit der Material- und Colonialwarenhandlung von Friedrich Piehs.


nach 1910

Dieses Foto zeigt die Gebäude Amberg 13 und Amberg14, sowie Alter Markt 19.

Eigentümer des Gebäudes Amberg 13 (vorne auf dem Foto) ist von 1910 bis 1950 der Kaufmann C.H Brakelmann


1942

Bei dem Angriff der britischen Luftwaffe wurde die Petrikirche in der Nacht vom 26. auf den 27. April 1942 schwer getroffen. Der mit Kupfer beschlagene Turmhelm stürzte auf das Nachbarhaus Alter Markt 19, zerstörte dieses komplett, und in den Hinterhof des Amberg 14. Die Spuren sind bis heute im Gewölbekeller sichtbar. Auf der Karte sind die Kriegszerstörungen farbig eingezeichnet.


1946

Auf dem Foto aus dem Sommer 1946 sind die großflächigen Kriegsschäden in der östlichen Altstadt gut erkennbar. Das unbeschädigt gebliebene Giebelhaus Amberg 14 ist mit einem blauen Pfeil gegenzeichnet


vor 1963

Dieses Foto zeigt das Giebelhaus Amberg 14 in einem schlechten Zustand, der dazu führte, dass von Amtswegen 1963 eine Sanierung der Fassade angeordnet wurde. In diesem Zuge wurden auch Innenputze, Öfen und Herde erneuert


1978

Am 19.01.1978 wurde das Haus Amberg 14 zum Denkmal erklärt.


1979

Das neben stehende Foto zeigt das Haus zu DDR Zeiten.

Die Kriegslücken (Wiese gegenüber und rechts daneben) sind in der 90er Jahren neu bebaut worden.


1990

Dieses Foto zeigt das Mittelalterhaus kurz nach der Wende. Die Kriegsglücken gegenüber und nebenan sind noch nicht bebaut.